Die Registrierkassenpflicht verunsichert den ein oder anderen Friseursalon, dabei soll sie doch alles einfacher machen! Doch bei all den Bestimmungen ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Muss auch ein mobiler Friseur eine Registrierkasse führen? Und wie genau ist das möglich? Schließlich ist es gar nicht so leicht, wenn man von unterwegs arbeitet, neben der Arbeit noch eine Registrierkasse oder ein Finanzbuch zu führen. Was ist überhaupt Pflicht? Diese Fragen beantwortet der folgende Beitrag.

Seit 2016 gilt eine Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht für jegliche Bareinnahmen. Damit will der Gesetzgeber sicherstellen, dass alle Einnahmen ordentlich im System verzeichnet werden und nachweisbar sind. Diejenigen, deren Gesamtumsätze 15.000 € und Barumsätze 7.500 € überschreiten, sind von der Pflicht eingenommen. Wessen Einnahmen unterhalb dieser Grenze liegen, der muss keine Registrierkasse führen. Die Registrierkasse muss zudem über einen Manipulationsschutz verfügen. Doch wie sieht es mit dir als mobiler Friseur aus?

Ausnahmen der Registrierkassenpflicht als mobiler Friseur

Der Gesetzgeber hat diejenigen, die als mobiler Friseur arbeiten, nur teilweise von der Pflicht ausgenommen. Dabei handelt es sich nicht nur um die, die ständig als mobiler Friseur unterwegs sind. Auch jene Friseure, die aktionsweise von Haus zu Haus, auf öffentlichen Straßen, Plätzen oder anderen öffentlichen Orten arbeiten, die nicht in Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten stehen, müssen ihre Einnahmen nicht sofort verbuchen.

Mobiler Friseur: Diese Lockerungen gibt es für die Registrierkasse

Das bedeutet jedoch nicht, dass du die Registrierkasse überhaupt nicht führen musst, sondern nur, dass du die Einnahmen nicht von unterwegs buchen musst. Auch als mobiler Friseur bist du nicht völlig freigestellt von der Registrierkassenpflicht: Du brauchst die Umsätze unterwegs zwar nicht in die Kasse einzutragen, allerdings muss ein mobiler Friseur jedem Kunden einen Beleg aushändigen und die Umsätze nach Rückkehr in die Betriebsstätte umgehend in der Registrierkasse verzeichnen. Die Registrierkasse kann in diesem Fall notieren, dass die Einnahmen von mobiler Arbeit stammen. Auch andere Berufe, die mobil unterwegs sind, wie beispielsweise Masseure, Fremdenführer oder Marktverkäufer sind von der Ausnahme inbegriffen und können bzw. müssen ihre Einnahme auf solche Weise transparent machen. Weitere Infos zu Ausnahmen der Registrierkassenpflicht, kannst du hier finden.

Als mobiler Friseur effektiv die Einnahmen verbuchen

Für diejenigen, die viel unterwegs sind, lohnt sich deswegen eine ortsunabhängige Registrierkasse am meisten. Viele Registrierkassen sind groß und sperrig und lassen sich nicht einfach von ihrem Einsatzort entfernen. Eine ortsunabhängige Registrierkasse, die über das Handy bedient werden kann, eignet sich für mobile Friseure am besten. So müssen Einnahmen nicht umständlich in einem Kassenbuch per Hand verzeichnet werden, sondern können direkt über das System gebucht und abgespeichert werden. Die Mühe, alle Daten hinterher eins zu eins zu übertragen, ist somit ebenfalls hinfällig. Einige Systeme, wie zum Beispiel die Registrierkasse von helloCash, können mit einem mobilen Bluetoothdrucker verbunden werden, über welchen bei jeder Bezahlung ein Beleg für den Kunden ausgedruckt werden kann. Bluetoothdrucker wie dieser sind in handlichen Größen erhältlich und können ganz ohne viel Aufwand im Rucksack im Auto oder der Bahn transportiert werden.

Wer hätte gedacht, dass es so einfach ist, auch als mobiler Friseur, Masseure oder Fremdenführer der Registrierkassenpflicht gerecht zu werden? Selbstständigkeit ist oftmals mit viel Mut und Arbeit verbunden, Registrierkassen können einem das Leben jedoch unerwartet einfach machen. So kannst du deine Fähigkeiten und Kapazitäten bis zum Limit ausnutzen!