Der Gesetzgeber hat einige steuerliche Änderungen 2018 eingeführt. Damit gibt es noch mehr gesetzliche Vorschriften, die Selbstständige bei der Kassenführung und der Steuererklärung einhalten müssen. Doch kein Grund zur Panik. Das Ganze ist nicht halb so kompliziert, wie es sich anhört. Wir erklären, welche steuerliche Änderungen 2018 eingeführt wurden und was dies für Selbstständige bedeutet.

  • Steuerliche Änderungen 2018: neue Gesetze im Bereich Steuerhinterziehung, Bürokratieentlastung und Kassensicherung
  • Aufhebung des Bankengeheimnis
  • Anzeigepflicht von Beteiligten
  • Änderungen des Einkommensteuergesetzes
  • Entlastung für Selbstständige

Im Gesetz wurden für Selbstständige steuerliche Änderungen 2018 vorgenommen

Die neuen Gesetze für Selbstständige sind im Bereich Steuerhinterziehung, Bürokratie und Kassensicherung. Um was es sich genau handelt, erklären wir im Folgenden. Nach den Panama-Papers soll mehr Transparenz geschaffen werden. Das bisher geltende Bankengeheimnis gilt nicht mehr. Das bedeutet, dass das Finanzamt von der Bank Daten von Bankkunden mit Kontakten zu ausländischen Gesellschaften anfordern kann. Des Weiteren muss jeder Selbstständige dem Finanzamt von jeglichen Beteiligungen zu Drittstaaten berichten. Dabei ist es egal, wie hoch die jeweilige Beteiligung ist.

Steuerliche Änderungen 2018 sind auch beim Einkommensteuergesetz

Auch das Einkommensteuergesetz wurde nach den Panama-Papers verändert. Arbeitgeber dürfen künftig einen permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich durchführen. Dies jedoch nur, wenn der Arbeitnehmer steuerpflichtig ist, die Steuerklasse VI hat und maximal 24 zusammenhängende Tage gearbeitet hat.

Der Mittelstand soll entlastet werden

Um den Mittelstand zu entlasten, gibt es weitere steuerliche Änderungen 2018. Besonders in der Buchhaltung. Gerade der Mittelstand mit Handwerks- und Kleinbetrieben bis zu drei Mitarbeitern leidet unter der Last der Bürokratie. Deswegen soll das Steuergesetz Änderungen und Erleichterung in den Bereichen Aufbewahrungspflicht, Kleinbetragsrechnung, Lohnsteueranmeldung, Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer bringen. Und zwar wie folgt

  • Erhält der Selbstständige eine Rechnung, muss er Lieferscheine nicht weiter aufbewahren.
  • Kleinbetragsrechnungen müssen nur dann dieselben Pflichtangaben wie normale Rechnungen enthalten, wenn sie über 250,- Euro betragen
  • Bei einer jährlichen Bemessungsgrenze der Lohnsteuer muss die Anmeldung nur noch vierteljährlich erfolgen. Die Bemessungsgrenze klettert zudem auf 5.000 Euro pro Jahr
  • Die Ermittlung der Sozialversicherungsbeiträge soll einfacher gestaltet werden: Dafür kann der Unternehmer einfach den Beitragswert vom Vormonat eintragen.
  • Wer kurzfristig Mitarbeiter beschäftigt kann durch steuerliche Änderungen 2018 unter bestimmten Bedingungen die Lohnsteuer pauschal mit 25% ansetzen.

Kassensicherungsverordnung – steuerliche Änderungen 2018

Wer in seinem Betrieb Bargeldumsätze verzeichnet, muss sich über neue Regelungen informieren. Denn auch hier soll Transparenz geschaffen werden, damit keine Einnahmen an der Steuer vorbei laufen können. Das bedeutet, dass Registrierkassen seit steuerliche Änderungen 2018 in Kraft getreten sind, über einen zertifizierten Manipulationsschutz verfügen müssen. Fällt dem Finanzamt bei einer Überprüfung auf, dass dieser Schutz nicht vorhanden ist, kann es zu unangenehmen Prüfungen und Nachzahlungen kommen. Wer bereits eine Registrierkasse besitzt, kann beim Hersteller nachfragen, ob ein Manipulationsschutz für die Registrierkasse besteht. Wenn nicht, sollten sich Selbstständige umgehend nach einer Nachrüstung erkundigen oder die Registrierkasse wechseln. Portable Registrierkassen, wie die von helloCash, sind bereits durch interne Updates auf den neusten Stand gebracht worden. Hierbei ist auch kein aufwändiges Nachrüsten von Nöten.

Steuerliche Änderungen 2018 bedeuten ebenfalls, dass Kassenstürze täglich gemacht werden müssen. Viele Registrierkassen machen automatisch nach jedem Arbeitstag einen Kassensturz, andere Modelle müssen jedoch manuell darauf hingewiesen werden.

Generell ändert sich für Selbstständige zwar einiges, jedoch sind die meisten steuerliche Änderungen 2018 einfach einzuhalten und sollten gerade für kleine Betriebe eher eine Entlastung darstellen. Wer unsicher ist, welche Änderungen auf den eigenen Betrieb zutreffen, sollte sich jedoch gut informieren. Versäumnisse aufgrund von Unwissenheit werden von dem Finanzamt mit hohen Nachzahlungen und Strafen geahndet. Wir empfehlen, besonders die Registrierkasse zu überprüfen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Registrierkasse allen Anforderungen entspricht, sollten Sie sich an den Kundenservice Ihres Herstellers wenden. Dieser wird Ihnen genau sagen können, welche Änderungen sie berücksichtigen und ob sie handeln müssen.