Technische Sicherheitseinrichtung – TSE – Alles was du wissen musst


Mehr und mehr ist sie in aller Munde, die Technische Sicherheitseinrichtung, oder kurz TSE. Doch was ist eigentlich die TSE? Was musst du dabei beachten? Wer ist davon betroffen? Was musst du tun um keine Strafen zu riskieren? Erfahre dies und viel mehr in unserem Blogpost.

Woher kommt die Pflicht für eine technische Sicherheitseinrichtung?

Die Pflicht zur Einrichtung einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung für Kassensysteme oder auch elektronische Aufzeichnungssysteme genannt, beruht insbesondere auf der neuen Kassensicherungsverordnung (§ 146a Abs. 1 Satz 2 AO -Abgabenordnung i.V.m. § 1 ff. KassenSichV).

Ab wann braucht meine Kasse eine TSE?

Die Pflicht ein Kassensystem mit einer TSE zu haben, beginnt mit Ablauf des 31.12.2019,  sprich ab dem 01.01.2020. Es gibt jedoch Ausnahmen, auch Übergangsfrist genannt. Hast du dir beispielsweise eine Kasse nach dem 25.11.2010 sowie vor dem 01.01.2020 angeschafft und ist diese bauartbedingt nicht mit einer TSE nachrüstbar, profitierst du von der Übergangsregelung. Du darfst dadurch die Kasse bis Ende 2022 weiter verwenden. Jedoch Achtung, inwieweit das auf dich tatsächlich zutrifft, solltest du hierfür (d)einen Steuerberater konsultieren.

Was ist mit Cloud-Kassensystemen? Braucht man hier auch eine TSE?

Wie oben angesprochen, gilt die Kassensicherungsverordnung und damit auch die Pflicht für eine TSE, für alle Kassensysteme. Damit sind auch Cloud-Kassensysteme mit eingeschlossen. Ferner ist die Ausnahme, sprich eine bauartbedingte nicht mögliche Umrüstung, bei Cloud-Kassensystemen unserer Rechtsaufassung nach, kaum anwendbar. Das heißt, hast du ein Cloud-Kassensystem, solltest du unseres Erachtens bereits ab dem 01.01.2020 über eine TSE verfügen.

Was muss ich als helloCash-Kunde jetzt tun?

Mit helloCash bist du auf der sicheren Seite. Wir bereiten alles vor und informieren dich ständig über alle (rechtlichen und technischen) Änderungen. Wir implementieren bereits im Hintergrund alle technischen Voraussetzungen, sodass deine helloCash-Kasse auch ab dem 01.01.2020, rechtskonform ist und du entsprechend auch über eine TSE verfügst.

Brauchen nur elektronische Kassen eine TSE oder auch andere Geräte?

Eine gute Frage. Zunächst alle sogenannten elektronischen Aufzeichnungssysteme im Sinne des § 146a Abs. 1 S. 1 der Abgabenordnung benötigen eine TSE. Dazu gehören elektronische oder computergestützte Kassensysteme oder Registrierkassen.

Explizit nicht dazu gehören Fahrscheinautomaten, Fahrscheindrucker, Geldautomaten, elektronische Buchhaltungsprogramme, Waren-und Dienstleistungsautomaten (wie beispielsweise Snack-Automaten oder Kaffeeautomaten), Taxameter, Wegstreckenzähler aber auch genauso nicht Geld- oder Warenspielgeräte (wie auf der Kirmes oder im Casino).

Doch Achtung, das bezieht sich nur auf die eigentlichen Geräte, die elektronischen Kassen sind selbstverständlich (z.B. in einem Imbiss mit Geldspielautomat) mit einer TSE auszurüsten.

Was heißt technische Sicherheitseinrichtung bzw. TSE?

Die technische Sicherheitseinrichtung stellt sicher, dass Manipulationen an der Kasse nicht mehr möglich sind. Sämtliche Transaktionen werden aufgezeichnet und das, im Unterschied zu beispielsweise Österreich, bereits mit Beginn der Transaktion.

Die TSE besteht dabei aus 3 Bestandteilen:

  • Sicherheitsmodul: Dieses dient zur Sicherstellung, dass sämtliche Eingaben korrekt protokolliert werden und nicht mehr nachträglich verändert werden können.
  • Speichermedium: Sämtliche Einzelaufzeichnungen werden hier im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist auf einem Speichermedium gespeichert.
  • Einheitliche digitale Schnittstelle: Diese gewährleistet die Übertragung der Daten an das Finanzamt.

Welche Daten werden von der TSE aufgezeichnet?

Wie bereits angesprochen, beginnt die Aufzeichnung der Daten/ einer Transaktion unmittelbar. D.h. sobald du beispielsweise eine neue Rechnung erstellst oder einem Tisch im Restaurant oder Bar, ein Getränk o.ä. zuweist. Doch hier die Zusammenfassung aller Daten, die aufgezeichnet werden, gem. § 146a Absatz 1 Satz 1 Abgabenordnung i.V.m. § 2 der Kassensicherungsverordnung:

1. den Zeitpunkt des Vorgangbeginns,

2. eine eindeutige und fortlaufende Transaktionsnummer,

3. die Art des Vorgangs,

4. die Daten des Vorgangs,

5. die Zahlungsart,

6. den Zeitpunkt der Vorgangsbeendigung oder des Vorgangsabbruchs,

7. einen Prüfwert sowie

8. die Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems oder die Seriennummer des Sicherheitsmoduls.

Dabei wird der Beginn der Transaktion sowie das Ende der Transaktion, die Transaktionsnummer und der Prüfwert manipulationssicher auf dem Sicherheitsmodul festgelegt. Sämtliche Lücken werden durch die TSE so aufgezeichnet, dass sie durch die Transaktionsnummern erkenntlich sind.

Wo kann ich mehr zur Kassensicherungsverordnung erfahren?

Wir haben dir bereits einen Blogpost mit allen wichtigen Informationen zur Kassensicherungsverordnung erstellt. Dabei gehen wir auch speziell auf die neue Belegausgabepflicht ein, sowie was dein neuer Kassenbon enthalten muss.

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