Die Registrierkassenverordnung besagt, dass jedes Unternehmen, das Bareinnahmen verbucht, eine Registrierkasse benötigt. Seit 2018 darf das Finanzamt außerdem ohne Vorankündigung die Kasse prüfen. Das übt Druck aus. Wer nicht gegen die Regeln verstoßen will, sollte sich deswegen genau informieren, ob er genau wie die meisten Gewerbe eine Kasse führen muss, oder ob er von der Verordnung ausgenommen ist.

Wozu gibt es die Registrierkassenverordnung überhaupt? Eine Registrierkasse ist dazu da, alle Einnahmen korrekt und mit Manipulationsschutz zu verbuchen. So kann bei der Steuererklärung keine Einnahme unter den Tisch gekehrt werden. Sie stellt jedoch, wenn korrekt angewandt, auch einen Schutz des Gewerbetreibenden vor dem Finanzamt dar. Schließlich sind alle Einnahmen dadurch wasserfest festgehalten. Bei einer Kontrolle durch das Finanzamt müssen alle Bücher offengelegt sowie Zugriff die elektronische Kasse gegeben werden. Zudem sind seit 2017 Zählprotokolle Pflicht. Doch nicht jeder Gewerbetreibende, der Bargeld einnimmt, ist von der Verordnung eingenommen. Wie in jedem Gesetz gibt es Ausnahmen, derer man sich bewusst sein sollte.

Registrierkasse Ausnahmen – die kalte Hände Regelung

Wer sein Geld damit verdient, außerhalb der Betriebsstätte auf öffentlichen Straßen und Plätzen seine Einnahmen einzuholen, benötigt bis zu einer Umsatzgrenze von 30.000 Euro keine Registrierkasse. Davon eingeschlossen sind beispielsweise Marktverkäufer. Dennoch müssen auch hier alle Einnahmen korrekt in die Bücher eingetragen werden, damit sie für das Finanzamt im Fall einer Prüfung transparent sind.

Registrierkasse Ausnahmen – Automaten

Warenausgabe- und Dienstleistungsautomaten sind, wenn sie nach dem 31. Dezember 2015 in Betrieb genommen werden, von der Pflicht der Kasse ausgenommen. Bei ihnen kann eine vereinfachte Losungsermittlung in Anspruch genommen werden. Hierbei gilt natürlich ebenfalls eine Einschränkung: Die Gegenleistung für die Einzelumsätze darf 20 Euro nicht übersteigen.

Registrierkasse Ausnahmen – Webshops

Wer einen Webshop betreibt und im als Bezahlung kein Bargeld erhält, der benötigt keine Kasse. Wichtig ist bei einem solchen Shop jedoch, dass jedem Kunden ein Beleg ausgestellt und dieser Beleg ordnungsgemäß abgeheftet wird.

Registrierkasse Ausnahmen – Begünstigte Körperschaften

Wenn du nach § 45 BAO zu den abgabenrechtlich begünstigten Körperschaften zählst, bist du unter gewissen Voraussetzungen, von der Barumsatzverordnung geregelt, von der Registrierkassenpflicht befreit und musst deswegen keine Kasse führen. Unter abgabenrechtlich begünstigte Körperschaften fallen beispielsweie Sport- oder Kunstvereine, gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaften sowie die Freiwillige Feuerwehr.

Registrierkasse Ausnahmen – mobile Berufe

Wer Lieferungen bringt oder als mobiler Friseur arbeitet, muss seine Registrierkasse nicht zu den Aufträgen mitnehmen. Hier reicht es völlig aus, dem Kunden einen Papierbeleg auszustellen und die Umsätze nach Rückkehr in die Registrierkasse einzugeben.

Generell ist es so, dass die meisten Berufe, bei denen es Bareinnahmen gibt, eine Kasse erfordern. Zwar gibt es einige Ausnahmen, jedoch muss auch bei denen ein ordentliches, lückenloses Kassenbuch betrieben werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch bei mobilen Berufen oder der kalte Hände Regelung auf eine Registrierkasse, die nicht an einen Standort gebunden ist, zugreifen. Registrierkassensoftwares wie beispielsweise die von helloCash können auf jedem internetfähigen Gerät betrieben werden, nehmen so keinen Platz weg und ermöglichen es dem Gewerbetreibenden, so genau wie möglich seine Einnahmen zu registrieren. Auch für Unterwegs hat die helloCash-Registrierkasse einen tragbaren, Bluethooth betriebenen Drucker, welcher in kürzester Zeit professionelle Bons ausdrucken kann.